Wer wir sind
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Alles begann 1972 mit einer billigen „Stahlsaiten- Wanderklampfe“, erstanden mit dem kompletten Inhalt meines Sparschweines, gegen den Willen meiner Eltern. Im Verlauf der Zeit erweiterte sich dann das benötigte Equipment, um in kleinen Bands im Umkreis unserer Kleinstadt mitmischen zu können. Die damaligen Möglichkeiten waren sehr begrenzt im Vergleich zu dem, was es heute am Markt gibt. Verstärker und Boxen wurden in dieser Zeit von mir selbst im Eigenbau angefertigt. Erste Erfahrungen im E-Gitarrenbau erfolgten über einen Umbau einer alten Framus Strat? mit Kunststoff-Korpus. Das amerikanische Original erschien mir zur damaligen Zeit unerschwinglich. Die erforderlichen elektrophysikalischen Kenntnisse lieferte dabei ein Buch des Physikers Helmut Lemme, Titel Elektrogitarren (Erstausgabe von 1977). Der Grundstein war hiermit gelegt. Den Lebensunterhalt in der damaligen Zeit damit zu finanzieren war dann doch eher illusorisch.
Neben zwei Ausbildungen zum Radio und Fernsehtechniker und als Elektroinstallateur blieben die Musik und der Instrumentenbau auch weiterhin ein Hobby. Auch ein Umzug nach München in 1988 hat daran lange Zeit nichts geändert. Für den Lebensunterhalt sorgt ein vielfältiger, abwechslungsreicher und interessanter Job in einem großen Münchener Unternehmen begonnen als CNC-Techniker, dann als SW-Entwickler und aktuell im IT-Support für CAD/CAM Anwendungen und dem additiven Bereich. Seit den Anfängen meines Gitarristen-Lebens war ich auf der Suche nach dem (meinem!) ultimativen Gitarrensound und der perfekten Bespielbarkeit meiner Instrumente. Die meisten meiner Gitarren wurden vielen kleineren und größeren Modifikationen unterzogen, um meinen persönlichen Ansprüchen zu genügen. Lediglich meine drei Kerninstrumente, eine „1972er Fender Telecaster“, eine „1996er Fender Stratocaster“ und eine aktuelle „Brian May Red Special“ blieben davon, bis auf Einstellungen zur Saitenlage, unangetastet. Diese Gitarren passen einfach.
Aber wie wurde ich nun Reisegitarrenhersteller?
Das war ein eher schleichender Prozess über viele Jahre. Der Markt gab und gibt auch heute noch keine für mich überzeugenden Instrumente her, was mich letztlich dazu bewogen hat, es doch selbst einmal zu versuchen. Begonnen hat alles mit einem „Stick“ in Mensurlänge, bestehend aus einem Block, einer Bridge, sechs Tunings und einem alten Gitarrenhals, dessen Kopfplatte ich abgeschnitten habe. Es funktionierte! In Folge kam es dann zu zwei abnehmbaren Rahmen und einem Verschluss für eine werkzeuglose Halsbefestigung. Alles physikalisch nichts Unmögliches und zugleich ein spannendes Thema, das nach Reproduktion verlangt.